Hautbewohner

Wir sind nicht allein, weder innen noch außen. Müssen wir uns sorgen?

Hautbewohner- na juckt´s schon?

 Auf und in uns leben 1,3x mehr Bakterien als wir Körperzellen haben (Berichte über 10x sind veraltet), der menschliche Körper ist eine Mikrobe. Da unsere Zellen größer sind, nehmen wir unsere Mitmenschen auch als Mensch visuell wahr. Damit aber alle Organe reibungslos funktionieren, benötigen wir eine Vielzahl an blinden Passagieren. Bis zu 4 Milben bewohnen eine Hautpore. Kleine Spinnentierchen in den Augenbrauen, denen die Wimpern zu stürmisch sind, die aber wiederum ihre ganz eigene Spezies haben. Die Kollegen möchten wieder nicht in den Achselhaaren leben. Sie sind schon sehr speziell, auch spezialisiert und sehr geschäftig. Wir brauchen sie und sie brauchen uns, eine Symbiose, wie sie enger nicht sein könnte. Sie schützen unser Immunsystem, resorbieren Mineralien und Vitamine im Darm, schützen uns vor Infektionen, retten uns 10x am Tag das Leben und wir geben ihnen ein zu Hause, lassen ihnen ihre Freiheiten und lassen sie an unseren Essensresten teil haben. 

Unsere Haut ist dicht besiedelt, so viele Bakterien wie es Menschen auf der Erde gibt. Sie bilden unser Schutzschild. Durch zu häufiges waschen mit alkalischen Seifen, langen Bädern oder schadstoffbelastender Pflege, töten wir unsere eigene Armee. Falsch verstandene Pflege schadet also. Baden sollte man grundsätzlich vermeiden, wenn kein therapeutischer Grund vorliegt und duschen sollte äußerst knapp ausfallen und eher einer Katzenwäsche ähneln. Das sogenannte Problemfeld  waschen ist gesünder als sich am ganzen Körper abzuseifen. Wir stören damit unser friedliches Zusammenleben und geben denen Raum, die uns nicht gut tun. Rissige und juckende, spröde, alternde Haut sind die Folge. Auch ein zu viel an Bodylotion schadet unseren Bakterien. Sie fühlen sich nicht ernst genommen und wenn es dann auch noch nicht einmal um schadstofffreie Pflege handelt, ersticken sie und das nehmen uns deren Verwandte  ganz schön übel. Sie sind bockig und das spüren wir noch lange danach.

 Bakterien bestimmen auch unseren Geruch. Jeder Mensch hat seine persönliche Note. Ob wir jemanden riechen können, ist eine mikrobielle Entscheidung. Auch bei Bakterien gilt, gleich und gleich gesellt sich gern zueinander. 

Übrigens leben in der Küche mehr Bakterien als auf das WC. Und das ist auch gut so. Wenn sie kleinen Kindern den Spüllappen vorenthalten und alles in der Spülmaschine entkeimen, kann es sein, dass sie empfänglicher für Asthma oder Allergien sind. 

Den Supergau in unserem Körper löst Antibiotika aus. Während wir ungeduldig den Feind bekämpfen wollen und kein Vertrauen in unsere eigene Armee setzten, tötet Antibiotika alles, ein Genozid auf ganzer Linie. Das lässt uns einmal öfters die Toilette aufsuchen, um den Mikrobenleichen die letzte Ehre zu erweisen. Wer hier nicht vorsorgt, den Körper probiotisch und präbiotische aufzubauen, bringt sich doppelt in Gefahr. Ohne Schutzschild sind wir leichte Beute für alles was kreucht und fleucht. Bakterien werden erst seit 2009 ernsthaft erforscht, insbesondere die Darmbakterien. Mittlerweile versteht man das Bauchgefühl, was Depressionen auslösen kann, wie ein Reizdarm funktioniert, ein Geisterfahrer oder Suizidgefährdung entsteht, wie Krankheiten ausgelöst werden und wie wir unsere Siedler lenken müssen, um gesund zu werden oder zu bleiben. Lassen Sie sich beraten, wie Sie die perfekte Symbiose eingehen können, um fit wie ein Turnschuh beschwerdefrei und leicht wie eine Feder durchs Leben zu wippen.( WellmeéVital)

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